Anonim

e-health: Warum liegt Frankreich bei der Ersten Hilfe mehrere Jahre hinter anderen europäischen Ländern zurück?

Thomas Duvernoy: In Frankreich kennen nur 5% der Bevölkerung die lebensrettenden Gesten.

Unsere europäischen Partner haben größtenteils für einige Jahre ein umfangreiches Erste-Hilfe- Schulungsprogramm eingeführt, indem sie das Erlernen lebensrettender Gesten beim Führen eines Führerscheins oder im Lehrplan systematisieren.

In den letzten Jahren hat Frankreich die Notwendigkeit erkannt, seine Mitbürger in Erster Hilfe zu schulen, doch die Verzögerung hält an.

e-sante: Welche konkreten Konsequenzen hat das Training in lebensrettenden Gesten?

Thomas Duvernoy: Das Erste-Hilfe-Training ist im Wesentlichen praktisch und umfasst 8 Module:

1- Schutz

2- Die Warnung

3- Atemwegsobstruktion

4- Das Opfer blutet stark

5- Das Opfer ist bewusstlos und atmet

6- Das Opfer ist bewusstlos und atmet nicht

7- Das Opfer klagt über Unbehagen

8- Wunden und Verbrennungen

Die gesamte Ausbildung dauert zehn Stunden und wird von einem freiwilligen Erste-Hilfe- Ausbilder überwacht, der eine spezifische nationale Ausbildung in Erster Hilfe absolviert hat .

Am Ende des Trainings wird jeder in der Lage sein, die kleinen und großen Belastungen des Alltags zu bewältigen, indem er entsprechende Gesten übt und um Hilfe ruft. Ein Erste-Hilfe- Schulungszertifikat (AFPS) wird ausgestellt.

Einige konkrete Beispiele für Situationen, mit denen wir in diesem Erste-Hilfe- Training umgehen lernen:

  • unbehagen auf der straße,

  • ein kleines Kind mit einer Erdnuss in der Luftröhre stecken,

  • eine bewusstlose Person,

  • ein Verkehrsunfall…