Anonim

Schätzungen zufolge fällt in Frankreich jedes Jahr ein Drittel der über 65-Jährigen mindestens einmal. Diese Stürze sind oft leicht, aber insgesamt sind etwa 5% dieser Stürze mit Frakturen und 5% bis 10% mit anderen Verletzungen verbunden. Das Risiko eines Bruchs nach einem solchen Sturz ist bei Frauen zwei- bis dreimal höher als bei Männern. Das Risiko von Stürzen und Brüchen steigt auch sehr stark an, wenn Psychopharmaka (d. H. Beruhigungsmittel, Schlaftabletten oder Antidepressiva) verwendet werden. Weitere Risikofaktoren sind Gleichgewichts- und Gangstörungen, Muskelkraftverlust, kognitive Beeinträchtigungen (dh Beeinträchtigungen der Gehirnfunktion) und Sehstörungen. Aber auch Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Vitamin-D-Mangel (aufgrund von Nahrungsmittelmangel oder mangelnder Sonneneinstrahlung).

Eine wichtige Quelle für schwere Behinderungen

Diese Stürze verursachen in Frankreich jedes Jahr 40.000 bis 65.000 Wirbelkörperkompressionen und 35.000 Handgelenksfrakturen. Und vor allem 50.000 Frakturen am oberen Ende des Oberschenkelknochens bei den 10 Millionen über 50-jährigen Frauen, die in Frankreich leben. Von diesen 50.000 Frauen sterben 20% (10.000) im folgenden Jahr, und 50% (25.000) bleiben dauerhaft behindert, was häufig zu einem Verlust der Autonomie führt und d '' ein Umzug in eine Institution.

Prävention basiert mehr auf einer Veränderung des Lebensstils als auf medizinischen Untersuchungen oder Behandlungen.

Alle Maßnahmen, die das Sturzrisiko von Personen über 50 verringern, sind daher von großer Bedeutung. Dabei müssen die Aufrechterhaltung regelmäßiger körperlicher Aktivität, eine ausgewogene Ernährung (insbesondere mit Vitaminen und Kalzium) und der Verzicht auf nicht unbedingt notwendige psychotrope Behandlungen eine wichtige Rolle spielen. Gegenwärtig werden das Screening auf das Risiko eines Bruchs mit verschiedenen Methoden (insbesondere Knochendichtemessung) und Behandlungen zu Präventionszwecken kontrovers diskutiert, wobei deren Wirksamkeit nicht wirklich belegt ist.