Anonim

Die Medikamente Staltor und Cholstat, die für einen hohen Cholesterinspiegel angezeigt sind, wenn die Ernährung alleine nicht ausreicht, behandeln auf lange Sicht Hyperlipidämie. Diese pharmazeutische Spezialität wird weltweit mehr als 6 Millionen Patienten mit hohem Cholesterinspiegel verschrieben.

Der Rückzug dieses Statins vom Markt wurde aus medizinischen und ethischen Gründen vor allen finanziellen Erwägungen beschlossen. Cerivastatin wurde insbesondere in Kombination mit "Gemfibrozil" mit dem Risiko einer Rhabomyolyse in Verbindung gebracht, einer schwerwiegenden Muskelkomplikation, die tödlich sein kann. So hatte die AFSSAPS (Französische Agentur für die gesundheitliche Sicherheit von Gesundheitsprodukten) im vergangenen Monat vor dieser Wirkstoffkombination gewarnt, indem sie Ärzte und Patienten auf mögliche Nebenwirkungen (Muskelschwäche oder Schmerzen) aufmerksam gemacht hatte. Angesichts eines realen Risikos (in den USA wurden 31 Todesfälle verzeichnet) zog es das Bayer-Labor vor, dieses Medikament sofort vom Markt zu nehmen.

Praktische Kommentare

Wenn der Nutzen von Cerivastatin über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) untersucht wird, ist das Absetzen dieser Behandlung kein kurzfristiges Risiko. Andere derzeit auf dem Markt befindliche pharmazeutische Spezialitäten können dieses vom Markt genommene Produkt ersetzen (HMG Co-A-Reduktase-Hemmer oder andere Statine). Darüber hinaus gibt es mehrere Medikamentenklassen mit ähnlichen Indikationen. Patienten, die mit Staltor oder Cholstat behandelt werden, wird empfohlen, ihren Arzt ohne besondere Dringlichkeit zu konsultieren, um ihre Verschreibung zu ändern. Patienten, die mit einem dieser Medikamente behandelt werden und unter Muskelschmerzen leiden oder Lipur® in Kombination einnehmen, sollten dringend einen Arzt konsultieren.

Den Patienten wurden von den betroffenen Laboratorien Telefonnummern zur Verfügung gestellt:

  • Staltor®, Bayer-Labor: 01.47.87.06.06
  • Cholstat®, Fournier-Labor: 0, 800, 888, 105

Den Patienten wurden von den betroffenen Laboratorien Telefonnummern zur Verfügung gestellt: