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Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wie messen Sie Ihre Herzfrequenz und was sind die Standards?

Die Herzfrequenz wird entweder manuell oder mit einem Herzfrequenzmesser gemessen. Legen Sie dazu Ihren Zeige- und Mittelfinger auf die Arterie des Halses oder des Handgelenks und zählen Sie die Anzahl der Schläge, die Sie in einer Minute (Schläge pro Minute) fühlen. Die Standards sind wie folgt:

- bei einem Erwachsenen in Ruhe: 60 bis 100 Schläge pro Minute. Die Häufigkeit ist bei Frauen häufig höher als bei Männern;

- bei einem Neugeborenen: zwischen 120 und 160 Schlägen pro Minute nimmt diese Zahl ab, wenn das Kind wächst;

- Bei Sportlern ist die Herzfrequenz häufig niedrig und kann bis zu 40 Schläge pro Minute betragen.

- Die Herzfrequenz beschleunigt sich bei körperlicher Aktivität, um die Sauerstoffversorgung der Muskeln zu verbessern. Sie darf jedoch eine bestimmte Schwelle nicht überschreiten. Um dies herauszufinden, müssen Sie Ihr Alter abziehen von: 226 für eine Frau und 220 für einen Mann. Beispiel bei einer 30-jährigen Frau: 226-30 = 196. Ihre Herzfrequenz sollte bei körperlicher Aktivität 196 Schläge pro Minute nicht überschreiten.

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Was zeigt eine niedrige Herzfrequenz (Bradykardie)?

Unterhalb von 60 Schlägen pro Minute spricht man von Bradykardie, diese Situation ist bei Sportlern oder älteren Menschen normal, aber Bradykardie kann auch aufzeigen:

- ein Kaliumdefizit;

- Herzpathologie;

- intrakranielle Hypertonie;

- Hypothyreose.

Bei plötzlicher Bradykardie sollte ein Arzt konsultiert werden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Was zeigt eine hohe Herzfrequenz (Tachykardie)?

Außerhalb einer Übungsphase kann eine erhöhte Herzfrequenz Folgendes aufzeigen:

- eine entzündliche Erkrankung;

- Hyperthyreose;

- Eisenmangel (Anämie);

- Blutung;

- Lungenembolie;

- Einnahme von Drogen oder anderen Stimulanzien (Kaffee, Tabak);

- Herzpathologie.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Wie wird unsere Herzfrequenz reguliert?

Abgesehen von pathologischen Zuständen wird unsere Herzfrequenz von unserem autonomen Nervensystem reguliert. Wir unterscheiden:

- das parasympathische Nervensystem, das die Herzfrequenz über den pneumogastrischen Nerv (oder Vagusnerv) verlangsamt;

- das sympathische Nervensystem, das dank der Freisetzung von Adrenalin und Noradrenalin die Herzfrequenz beschleunigt.

Ein Herz, das zu langsam oder zu schnell schlägt, verursacht eine langfristige Herzinsuffizienz. Es ist daher eine gute Idee, Ihren Arzt zu konsultieren, wenn Sie feststellen, dass Ihr Rhythmus abnormal ist. Zur Bestandsaufnahme kann ein EKG, ein Belastungstest oder ein Holter (24-Stunden-Herzfunktionsanalyse) erforderlich sein.