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Die Komplikationen oder extrahepatischen Manifestationen des Hepatitis-C-Virus sind wenig bekannt und dennoch sehr wichtig, wenn man bedenkt, dass praktisch alle Organe von diesem Virus betroffen sein können.

Was sind die wichtigsten extrahepatischen Komplikationen im Zusammenhang mit dem Hepatitis-C-Virus?

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Durch die Übertragung des Hepatitis-C-Virus steigt das Risiko eines Herzinfarkts und eines zerebrovaskulären Unfalls, unabhängig von anderen bereits bekannten Risikofaktoren wie Rauchen und Cholesterinüberschuss, Bluthochdruck usw.
  • Stoffwechselstörungen mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes Träger dieses Virus haben ein höheres Risiko für Insulinresistenzen, das Stadium, das dem Auftreten von Diabetes vorausgeht.
  • Intellektuelle Störungen, die eine Reihe von Anzeichen zusammenfassen, die bei mit dem Hepatitis-C-Virus infizierten Personen häufiger auftreten: Müdigkeit, Depressionen, kognitive Probleme (Konzentrations-, Gedächtnis-, verbale und visuelle Probleme).
  • Nierenschaden: Das Virus führt zu einer echten Nierenerkrankung mit dem Risiko eines Nierenversagens.
  • Lymphome: Patienten, die mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert sind, entwickeln mit höherer Wahrscheinlichkeit bestimmte Arten von Lymphomen (Blutkrebs).
  • Gefäßerkrankungen, insbesondere Vaskulitis, echte Entzündungen der Gefäße, die alle Organe (Haut, Nieren, Nerven, Herz usw.) betreffen können. Es besteht eine direkte Verbindung zwischen dem Hepatitis-C-Virus und bestimmten Vaskulitiden.

Sind alle Personen, die mit dem Virus in Berührung gekommen sind, von Komplikationen bedroht?

Diese Komplikationen werden beobachtet, wenn das C-Virus im Blut zirkuliert. Es sollte klar sein, dass es zwei Tests gibt: Der erste besteht darin, nach Antikörpern gegen das Virus zu suchen. Wir überprüfen Personen, die mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Der andere Test quantifiziert die Viruspartikel im Blut (Viruslast). Dies bestimmt die Aktivität des Virus, seine Fähigkeit, sich im Körper zu vermehren (das ist Virämie).

Damit extrahepatische Komplikationen auftreten können, muss das Virus aktiv im Blut zirkulieren. Mit anderen Worten, Patienten mit positiver Virämie sind am stärksten gefährdet.