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Was ist ein Blutionogramm?

Ein Ionogramm wird üblicherweise von Ärzten angefordert, um das Gleichgewicht des Körpers zu überwachen. Dieser Test prüft und misst die ionischen Bestandteile des Blutes, auch Elektrolyte genannt. Sie können damit den Prozentsatz von Kalzium (Ca), Natrium (Na), Chlor (Cl), Kalium (K), Magnesium (Mg) und Bicarbonaten (CO3) im Blut überprüfen. Es kann im Rahmen einer Nachuntersuchung oder bei Zweifeln des Arztes an einer möglichen Erkrankung des Patienten verschrieben werden. Es ist das Gleichgewicht zwischen dem im Körper vorhandenen Wasser und den verschiedenen Ionen, das auf diese Weise gesteuert wird. Die Schwankungen der positiven und negativen Ladungen (Säure-Base-Gleichgewicht) sowie die Verbindungen zwischen Ionen und Bicarbonaten werden sorgfältig beobachtet. Oft wird gleichzeitig ein Harn-Ionogramm verschrieben, um die Diagnose zu verfeinern.

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Was kann ein Blutionogramm erkennen?

Wenn der Patient an ungewöhnlich unregelmäßigem Herzschlag, Ödemen, Erbrechen, Ohnmacht usw. leidet, kann ein Blutionogramm hilfreich sein. Dadurch kann überprüft werden, ob die Elektrolyte in angemessener Menge im Blut vorhanden sind. Ein Mangelernährungs- oder Dehydrierungszustand kann durch diese Untersuchung hervorgehoben werden. Hierdurch werden hormonelle Erkrankungen (Hypothyreose oder Hyperthyreose), Nierenerkrankungen und Probleme mit der Knochenmineralisierung identifiziert. Die Nieren, das Verdauungssystem, die Atemwege und die Haut regulieren normalerweise die Elektrolyte im Körper. Bei Funktionsstörungen ist das Gleichgewicht nicht mehr gewährleistet und der Körper leidet an einem Mangel oder einem Überschuss an Elektrolyten.

Mangel an Kalzium oder Natrium: Nach einem Blutionogramm handeln

Während eines Blutionogramms wird mit einem Tourniquet eine Blutprobe aus einer Vene am Ellbogen entnommen. Das Blut wird durch eine Zentrifuge geleitet und die Testergebnisse werden normalerweise innerhalb von 24 Stunden geliefert. Der Blutzucker- und Eiweißspiegel im Blut werden oft gleichzeitig getestet. Der Arzt kann anhand der Ergebnisse feststellen, ob der Patient über einen korrekten Elektrolytstand verfügt. Normalwerte sind beispielsweise 136 bis 145 für Natrium, 100 bis 110 für Chlor, 90 bis 100 für Calcium, 0, 75 bis 1 für Magnesium und 3, 5 bis 4 9 für Kalium. Die Messungen erfolgen in mmol / l, mg / l oder mÄq / l. Wenn eine Anomalie festgestellt wird, versucht der Arzt festzustellen, ob sie einer vorübergehenden oder schwerwiegenden Dehydrierung oder Unterernährung entspricht. Oft können die festgestellten Defizite durch eine ausgewogene Ernährung oder durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln behoben werden. Der Fall einer Krankheit kann ebenfalls berücksichtigt werden: Es ist dann erforderlich, den Patienten gemäß seiner Pathologie zu behandeln.