Die Pille danach: ein echtes Bedürfnis bestätigt!

Anonim

Die rezeptfreie Abgabe von Levonorgestrel (Norlévo®), der Notfallpille, war revolutionär. Aber 18 Monate später, zum Zeitpunkt der Bilanz, werden die Argumente seiner Gegner definitiv bestritten. Sie waren jedoch vielfältig und virulent: Anstiftung zu Ausschweifungen, Nebenwirkungen, Demedikalisierung der Empfängnisverhütung, Frauen würden dieses Produkt unsachgemäß einnehmen, es als regelmäßiges Mittel zur Empfängnisverhütung verwenden …

Erfolgreiche Informationen

Verschiedene Umfragen haben ergeben, dass die Informationen über die Pille am Morgen bei jungen Menschen, der am meisten betroffenen Bevölkerung, sehr gut angekommen sind. Tatsächlich hatten drei Monate vor der Bereitstellung in Apotheken mehr als 99% der Mädchen im Alter von 17 bis 19 Jahren und 92% der jungen Männer von der Notfallpille gehört. Über 85% der Jugendlichen halten es für wirksam.

Ein echtes und verantwortungsbewusstes Bedürfnis

Seit Mai 1999 wurden 700.000 Einheiten Levonorgestrel und derzeit 50.000 Einheiten pro Monat verkauft, was einem tatsächlichen Bedarf entspricht. Gleichzeitig nimmt die orale Empfängnisverhütung zu, was zeigt, dass Anwender die Pille danach nicht als Verhütungsmethode betrachten. Darüber hinaus gaben 81% der jungen Mädchen, die Levonorgestrel angewendet haben, an, später Verhütungsmittel anzuwenden: die Pille in 44%, das Kondom in 39% der Fälle und beide in 16% der Fälle.

Derzeit gibt es keine Daten, die zeigen, dass die Zahl der Abtreibungen bei sehr jungen Frauen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Norlévo® zurückgegangen ist. Was die vermuteten Nebenwirkungen betrifft, so beträgt die Wirksamkeit der Pille am Morgen nach der Einnahme innerhalb von 24 Stunden etwa 95% und nimmt dann rasch ab. Der Prozentsatz der Eileiterschwangerschaft hat nicht zugenommen. Die Nachfrage nach Levonorgestrel ist in der Regel die Folge eines Verhütungsfehlers und stellt daher eine Abhilfemaßnahme dar. Wahrscheinlich aus Angst vor mangelnder Vertraulichkeit wird die Notfallpille in 65% der Fälle mit Beratung und Information in Apotheken abgegeben vom Apotheker. Der Arzt wird nur in 18% der Fälle kontaktiert und die Schulkrankenschwestern in 5, 6%. Eine positive Bewertung, die sehr verantwortungsbewusste Frauen zeigt!