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Schlaganfall: häufig und gefährlich

Schlaganfall (Stroke) trifft in Frankreich jedes Jahr rund 150.000 Menschen, von denen ein Viertel jünger als 65 Jahre ist. Sie stellen eine schwere Krankheit dar, mit einem Todesrisiko von 20 bis 30% im ersten Monat und manchmal sehr schweren Nachwirkungen für fast drei Viertel der Opfer. Die längerfristige Prognose hängt von der Art der während des Schlaganfalls erlittenen Schäden ab. Das lebensbedrohliche Risiko besteht jedoch auch über den akuten Zeitraum hinaus. Die Sterblichkeitsrate nach einem Jahr kann fast 40% erreichen.

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Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Frankreich…

In Frankreich ist Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache nach Krebs und Herzerkrankungen (und die zweithäufigste weltweit). Schlaganfall ist auch die Hauptursache für erworbene körperliche Behinderungen. In Bezug auf die wirtschaftlichen Auswirkungen mobilisieren sie rund 4% der Gesundheitsausgaben in Industrieländern.

Der von Roselyne Bachelot vorgelegte Plan basiert auf einer bekannten Beobachtung von Angehörigen der Gesundheitsberufe: Um die Folgen eines Schlaganfalls zu verhindern, muss der Patient äußerst schnell versorgt werden. In diesem Bereich empfehlen Experten spätestens 4 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eine Intervention, weshalb die öffentliche Hand drei Maßnahmen umsetzt.

Die erste besteht darin, die Prävention zu entwickeln und die Behandlungsgeschwindigkeit zu verbessern. Ziel ist es, ein möglichst frühzeitiges Erkennen von Symptomen sicherzustellen, um eine möglichst frühzeitige Behandlung zu gewährleisten und somit ein Erreichen der Akutphase zu vermeiden. Um diese Früherkennung sicherzustellen, müssen die Angehörigen der Gesundheitsberufe geschult werden, um Symptome zu erkennen und die Öffentlichkeit zu informieren.

Die zweite Maßnahme besteht in der Schaffung einer spezifischen Pflegekette. Dies wird die Organisation der Patientenversorgung von der Notfallphase bis zur Rehabilitation optimieren. Dieser Sektor wird insbesondere auf die Telemedizin angewiesen sein, um die Ferndiagnose zu bestätigen und das Fachwissen der Bevölkerung zusammenzuführen. Diese Maßnahme ist eine Erweiterung und Erweiterung einer bereits laufenden Politik: Die Zahl der auf die Behandlung von Schlaganfällen spezialisierten neurovaskulären Einheiten hat sich in zwei Jahren verdoppelt, und bis Ende 2008 müssen 20 neue Einheiten geschaffen werden.

Schließlich sieht die dritte Maßnahme ab 2009 die Umsetzung der Überwachung und Bewertung dieses Systems vor, wobei Leistungsindikatoren für Notfallmaßnahmen verwendet werden.