Anonim

Seit 1995 hat das französische Recht den Grundsatz der Barrierefreiheit "als nationale Verpflichtung" eingeführt. Der Studie der APF zufolge ist die Freizügigkeit von Menschen mit Behinderungen jedoch alles andere als Realität. Die Beobachtung ist ziemlich beunruhigend, da der Großteil des öffentlichen Verkehrs, der Freizeit- und öffentlichen Plätze unzugänglich bleibt. Ein wenig kollektiver Wohlwollen würde jedoch ausreichen, um die Stadt für alle zugänglich zu machen.

Die Umfrage umfasste die 22 Hauptstädte der französischen Regionen. Dijon ist die einzige Stadt, die eine Erreichbarkeitsrate von mehr als 50% erreicht. In Bezug auf die öffentlichen Verkehrsmittel ist die Beobachtung einfach umwerfend: 18 Städte haben ein für Behinderte unzugängliches Busnetz! Die vier Städte, die sich in diesem Bereich bemüht haben, sind Evry (30%), Strasbourg (29%) und Toulouse (nur 1%). Eine weitere Enttäuschung: 6 Rathäuser bieten Menschen mit Behinderungen keine Möglichkeit, ihre Schwelle zu überschreiten: Poitiers, Metz, Caen, Saint-Étienne, Châlons-en-Champagne und Toulon Dem Integrationsplan der Jospin-Regierung für Menschen mit Behinderungen zufolge scheinen die Versprechen immer noch nicht umgesetzt worden zu sein!

Zugänglichkeit für Behinderte in 22 Städten in Frankreich

(berechnet nach Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentlichen Plätzen und Freizeiteinrichtungen

Dijon

64, 2%

Besançon

29, 5%

Strassburg

46, 2%

Saint-Etienne

27%

Nantes

45%

Montpellier

26, 8%

Orleans

44, 5%

Limoges

24%

Lille

41, 5%

Poitiers

18, 8%

Bordeaux

40, 8%

Chalons-en-Champagne

18, 8%

Toulouse

40%

Rouen

18, 5%

Caen

39%

Metz

17, 5%

Rennes

37%

Amiens

17, 5%

Clermont-Ferrand

37%

Toulon

8, 8%

Evry

36, 7%

Bastia

0%