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Darmflora, der Schlüssel zur Behandlung von Diabetes und Fettleibigkeit?

Über 500 Bakterienarten bevölkern unseren Darm und bilden die Darmflora. Ihre vielfältigen und komplexen Funktionen sind der Schlüssel zum Verdauungssystem und zu unserer Immunität. Sie stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern, die sich besonders für die Zusammenhänge zwischen Darmflora und Übergewicht interessieren. Ein Team belgischer Forscher (4) hat die besonderen Eigenschaften eines dieser Bakterien entdeckt. Große Hoffnung, Fettleibigkeit und Diabetes vorzubeugen?

Eine Art von Bakterien mit Mangel an Fettleibigkeit

Das Bakterium Akkermansia muciniphila, das hauptsächlich im Schleim lebt, der die Darmwand bedeckt, würde gegen Diabetes und Fettleibigkeit kämpfen. Normalerweise stellt es 3 bis 5% der Bakterien in unserem Darm dar, aber Forscher haben herausgefunden, dass es bei Männern und fettleibigen Mäusen viel weniger vorhanden war. Es scheint, dass dieses Bakterium auf die Barrierefunktion des Darms einwirkt, um die Speicherung von Fetten (dh Fettleibigkeit) und die Entzündung, die Diabetes fördert, zu verringern. Laut den Autoren ist dies ein besonders interessanter neuer Weg für die zukünftige Behandlung…

Die Darmflora der Mäuse auszugleichen, ließ sie abnehmen und mehr Insulin absondern

Angesichts dieser Mängel kamen die Forscher auf die Idee, fettleibige Mäuse zu verabreichen, die Bakterien, die ihnen während ihrer Ernährung mit Präbiotika fehlten, die Nährstoffe, die für die Entwicklung von Bakterien günstig sind. Die Ergebnisse sind sehr ermutigend, da das Darmökosystem wiederhergestellt wurde und die Mäuse an Gewicht verloren haben und mehr Insulin, den Hormonmangel bei Diabetikern, ausschütten.

Ein klarer Zusammenhang zwischen Darmflora und Fettleibigkeit

Diese Entdeckung bestätigt die neuesten Forschungsergebnisse, die die Verbindung zwischen Darmflora und Übergewicht herstellen. Die heutigen Forscher gehen beim Verständnis von Darmbakterien sehr weit.

Frage des Gleichgewichts zwischen Bakterien

Es ist nicht mehr (nur) zu bestimmen, welche Bakterien vorhanden sind oder sie zu zählen, sondern das Gleichgewicht zwischen ihnen zu untersuchen. Eine andere Studie (1) verglich daher die Zusammensetzung der Darmflora adipöser und dünner Kinder. Sie konnten feststellen, dass adipöse Kinder einen hohen Anteil an bestimmten Bakterien aufweisen, im Vergleich zu anderen Bacteroides. Gleichzeitig haben französische Forscher (2) gezeigt, dass mehrere Laktobazillenstämme, wenn sie in großer Zahl vorhanden sind, häufig mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden.

Übergewicht, aber auch Diabetes, Fettleber …

Schließlich zeigt sich nach mehreren Studien (3), dass die Darmflora nicht nur die Adipositas selbst, sondern auch andere damit verbundene Krankheiten wie Diabetes oder Fettlebererkrankungen (eine Krankheit, die zu einer Anhäufung führt) beeinflusst Fett in der Leber).