Anonim

Eine Bewertung von Experten des Nationalen Komitees für Müttersterblichkeit deckte alle Todesfälle zwischen 1996 und 1997 oder 123 Fälle ab.

Fast alle Blutungen sind vermeidbar

Die häufigste Todesursache sind Blutungen mit 25% der geburtshilflichen Todesfälle, hauptsächlich während der Entbindung oder unmittelbar nach der Entbindung. Todesfälle durch hypertensive Erkrankungen sind die zweite Ursache (16%), während Fruchtwasserembolien an dritter Stelle stehen. Als nächstes folgen Lungenembolie und andere thromboembolische Erkrankungen, gefolgt von Infektionen. Von den 123 genau analysierten Akten galten 2/3 der geburtshilflichen Todesfälle als vermeidbar, gegenüber nur 1/3 der indirekten geburtshilflichen Todesfälle. Experten gehen davon aus, dass fast alle Todesfälle aufgrund von Blutungen und Infektionen vermeidbar sind, ebenso zwei Drittel der Todesfälle aufgrund von Bluthochdruckerkrankungen. Eine unzureichende Behandlung ist in 38% der Fälle mit einer Verzögerung der Diagnose oder Intervention verbunden.

Leider eine Tendenz zur Stabilität

Trotz der Schwierigkeiten bei der Beurteilung von Veränderungen im Zeitverlauf bemerkt der Ausschuss leider keinen Abwärtstrend. Wenn das Müttersterblichkeitsrisiko jedoch je nach Region und Jahr unterschiedlich ist, hängt es direkt mit dem Alter der Mutter zusammen: Es liegt mindestens zwischen 20 und 24 Jahren, dreimal höher zwischen 35 und 39 Jahren mit 45 Jahren zwölfmal so hoch wie mit 20-24 Jahren.

Internationale Vergleiche sind nicht einfach, aber einige Länder wie Japan, die Niederlande und Schweden, die als zuverlässig erachtete Methoden anwenden, weisen niedrigere Sterblichkeitsraten als Frankreich auf. In Europa sind per- und postpartale Blutungen sowie direkte geburtshilfliche Ursachen in Frankreich doppelt so häufig. Unser Land kann jedoch mit der niedrigsten Rate an Todesfällen, Schwangerschaftsabbrüchen und Eileiterschwangerschaften im 1. Trimester in Europa aufwarten. Das Unerträglichste ist, was vermieden werden kann. Der Sachverständigenausschuss hat den Ärzten und Hebammen klinische und allgemeine Empfehlungen ausgehändigt, damit sie wissen, mit welchen Mitteln Komplikationen und der Tod vermieden werden können. Entbindungen.